Volkswagen Group China

Mit dem Phideon und dem Teramont stellte Volkswagen 2016 zwei faszinierende Modelle für den chinesischen Markt vor. Im Rahmen einer neuen Partnerschaft sollen künftig innovative batteriebetriebene Elektrofahrzeuge entwickelt werden.

GESCHÄFTSVERLAUF

Auf dem Genfer Automobilsalon 2016 feierte der Phideon, eine Oberklassen-Limousine für den chinesischen Markt, sein Debüt. Mit fließenden Übergängen und einer klaren Linie – von der energischen Front über eine scharfe Schulterlinie bis zum harmonischen Heck – definiert das Fahrzeug die neue Designsprache der Premiummodelle von Volkswagen. Darüber hinaus wurde auf der Guangzhou Auto Show im November mit dem Teramont der erste siebensitzige SUV der Marke Volkswagen Pkw für den chinesischen Markt vorgestellt. Das komplett neue Modell für den chinesischen Markt repräsentiert Volkswagens neues SUV-Design und bietet ein elegantes sowie robustes Exterieur, das dem Premiumanspruch der chinesischen Kunden gerecht wird. Der Teramont, der auf dem Modularen Querbaukasten basiert, besticht bei einer Fahrzeuglänge von mehr als 5 Metern mit seinem hervorragenden Raumangebot und mit einer Vielzahl neuer Assistenz-, Komfort- und Infotainment-Systeme. Im Berichtsjahr hat der Volkswagen Konzern eine Grundsatzvereinbarung mit dem chinesischen Automobilhersteller Anhui Jianghuai Automobile Co., Ltd. (JAC) unterschrieben. Ziel ist eine langfristige Partnerschaft und die gemeinsame Entwicklung innovativer batteriebetriebener Elektrofahrzeuge. Die Zusammenarbeit soll Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb sowie außerdem Mobilitätsdienstleistungen und Komponenten zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs umfassen.

An 20 Standorten in China fertigen wir aktuell Fahrzeuge und Komponenten. Zusammen mit unserem Joint-Venture-Partner FAW sollen zusätzlich zwei neue Fahrzeugwerke für umweltfreundliche Modelle an der Ostküste Chinas, in Qingdao und Tianjin, entstehen. Bis 2020 wollen wir schrittweise die Kapazität in China auf rund 5 Mio. Fahrzeuge jährlich ausbauen. Die Investitionen werden von den Gemeinschaftsunternehmen aus eigenen Mitteln finanziert.

Neben dem Nachfolger der beliebten Oberklasse-Limousine Audi A6 L ging 2016 auch der Audi A6 L e-tron mit Plug-in-Hybridantrieb an den Start. Die auf den chinesischen Markt zugeschnittene Elektromobilitätsstrategie sieht vor, dass neben bestehenden und weiteren Importmodellen beide Joint Ventures sukzessive bis 2020 insgesamt 15 Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge lokal produzieren.

Auf dem chinesischen Markt bietet der Volkswagen Konzern mehr als 150 importierte und lokal gefertigte Modelle der Marken Volkswagen Pkw, Audi, ŠKODA, Porsche, Bentley und Lamborghini sowie Nutzfahrzeuge an. Die Auslieferungen an chinesische Kunden des Konzerns beliefen sich im Berichtsjahr auf 4,0 (3,5) Mio. Fahrzeuge (inklusive der Importe). Besonders beliebt waren die Volkswagen Modelle Jetta, Lavida, Sagitar, Santana und Tiguan sowie die Audi Modelle Q3, Q5, A6 L und der ŠKODA Octavia.

4,0 Mio.

Ausgelieferte Fahrzeuge im Jahr 2016

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VOLKSWAGEN GROUP CHINA

Tsd. Fzg.

 

2016

 

2015

 

%

1

Aus lokaler Produktion.

 

 

 

 

 

 

 

Auslieferungen

 

3.982

 

3.549

 

+12,2

Absatz1

 

3.873

 

3.456

 

+12,1

Produktion

 

3.896

 

3.420

 

+13,9

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ERGEBNIS

Mio. €

 

2016

 

2015

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis (100 %)

 

11.094

 

11.937

Operatives Ergebnis (anteilig)

 

4.956

 

5.214

Unsere beiden Joint Ventures SAIC VOLKSWAGEN und FAW-Volkswagen produzierten im Berichtsjahr insgesamt 3,9 Mio. Fahrzeuge, das waren 13,9 % mehr als im Vorjahr. In den Gemeinschaftsunternehmen werden sowohl etablierte Konzernmodelle als auch für chinesische Kunden modifizierte (zum Beispiel mit verlängertem Radstand) sowie speziell für den chinesischen Markt konzipierte Fahrzeuge gefertigt (etwa die Volkswagen Modelle Lamando, Lavida, New Bora, New Jetta und New Santana). Im Berichtsjahr startete unter anderem die Produktion des eigens auf die Bedürfnisse chinesischer Kunden ausgerichteten Phideon sowie der Modelle Teramont, Tiguan mit verlängertem Radstand, Magotan, Passat, Audi A6 L und A6 L e-tron.

Mit 5,0 Mrd. € lag das anteilige Operative Ergebnis der Joint Ventures im Berichtsjahr unter dem Vorjahreswert. Dabei konnten Belastungen aus dem wettbewerbsintensiveren Marktumfeld und negativen Wechselkurseffekten durch Volumensteigerungen und Produktkostenoptimierungen nicht vollständig kompensiert werden.

Die Werte der Joint-Venture-Gesellschaften in China sind im Operativen Ergebnis des Konzerns nicht enthalten, da sie At Equity konsolidiert werden. Ihre Ergebnisse werden anteilig ausschließlich im Finanzergebnis des Konzerns erfasst.

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LOKALE PRODUKTION

Fahrzeuge

 

2016

 

2015

 

 

 

 

 

Volkswagen Pkw

 

3.012.664

 

2.661.562

Audi

 

555.777

 

490.260

ŠKODA

 

327.858

 

268.116

Gesamt

 

3.896.299

 

3.419.938

Teramont

Teramont (Foto)